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Schmerzen können lähmend sein, und schmerzhafte Funktionsstörungen, wie die Kraniomandibuläre Dysfunktion, können einen großen Einfluss auf den Alltag haben.

Cannabidiol (CBD) wird immer populärer und könnte bei der Behandlung von CMD und anderen schmerzhaften Erkrankungen unterstützend wirken. Es gibt immer mehr Forschungsarbeiten, welche seine Wirksamkeit unterstreichen. Es ist einfach in der Anwendung und hat keine psychoaktive Wirkung, so dass es nicht „high“ macht. Darüber hinaus ist es auch günstig und legal zu erwerben. Immer mehr Menschen mit CMD setzen auf die Anwendung von CBD zur Unterstützung ihrer Behandlung.

Was ist eine Kraniomandibuläre Dysfunktion?

Das Kiefergelenk verbindet den Unterkiefer mit dem Schädel. Wenn Sie Ihren Mund öffnen und schließen und dabei Ihre Hand an Ihr Gesicht halten, können Sie seine Funktion spüren. Die Kraniomandibuläre Dysfunktion ist mit Schmerzen in diesem Gelenk verbunden. Vielleicht haben Sie dies schon einmal erlebt – keine angenehme Erfahrung.

Ursachen

Die Hauptursache für die Entstehung von CMD sind Bindegewebserkrankungen wie bestimmte Arten von Arthritis und Kieferverletzungen.

CMD ist oftmals eine Begleiterscheinung von Arthritis, besonders der rheumatoiden Arthritis und der Arthrose. In diesen Fällen, zeigt sich CMD als Nebeneffekt. Rheumatoide Arthritis ist eine häufige Variante von Arthritis. Sie greift den Knorpel an, welcher die Gelenke überzieht.

Arthrose tritt über einen längeren Zeitraum auf, hat aber fast den gleichen Effekt. Auch in diesem Fall kommt es zum Verschleiß des Knorpels, so dass Störungen wie CMD entstehen können.

Verletzungen des Kiefers durch einen Schlag bei sportlichen Aktivitäten oder durch Unfälle können CMD verursachen. Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass anhaltendes und starkes Zähneknirschen oder das Zusammenbeißen der Zähne zu CMD führen kann.

Symptome

Das erste Anzeichen von CMD sind normalerweise Schmerzen im Kiefer und in den angrenzenden Bereichen. Ihre Ohren, der Mund und das Gesicht können ebenfalls weh tun, wenn Sie unter den für CMD typischen Kopfschmerzen leiden.

Die Schmerzen können entweder chronisch sein, oder nur akut bei der Beanspruchung des Kiefers auftreten, wie zum Beispiel beim Essen. In diesem Fall kann das Kauen sehr schmerzhaft werden.

Die Kiefersperre ist ein weiteres Symptom. Dieser Zustand kann zwar behandelt werden, ist aber mit starken Schmerzen verbunden. Diese führen dann zu Verkrampfungen im Kiefer, so dass die Benutzung des Mundes schwieriger wird.

Auswirkungen

Die Auswirkungen von CMD auf Ihr Leben sollten nicht unterschätzt werden. Es kann Ihr Sozialleben beeinträchtigen, wenn Sie eine Kiefersperre haben oder einfach nur unter Schmerzen leiden. Besonders das Essen, Trinken und Sprechen wird zur echten Herausforderung.

Alltägliche Aktivitäten und Verpflichtungen, wie Arbeit, können zum Problem werden, wenn sich CMD zum Beispiel in Form von Kopfschmerzen manifestiert.

CMD kann Ihr Gesicht auch asymmetrisch oder schief erscheinen lassen. Muskeln können sich auf einer Gesichtshälfte schneller entwickeln als auf der anderen Seite. Dies könnte sehr auffällig und quälend sein.

CBD bei CMD

CBD Produkte sind bei CMD-Patienten sehr beliebt für die Anwendung zu Hause. Dabei hat man die Wahl zwischen einer CBD Creme oder CBD Öl. Die meisten Betroffenen bevorzugen die reichhaltigeren Produkte auf Ölbasis. Ein mittelstarkes Öl mit 15 % CBD könnte bei stumpfen, wiederkehrenden Schmerzen helfen. Für stärkere Schmerzen gibt es auch CBD Öl mit einem Gehalt von 25 % CBD.

Wenn Sie durch CMD an chronischen Schmerzen oder auch an irgendwelchen anderen Schmerzen leiden und CBD Produkte bisher nicht angewendet haben, könnte es einen Versuch mit niedriger oder mittlerer Stärke wert sein. Die Biochemie kann von Mensch zu Mensch variieren, und eine geringe Dosis CBD könnte vielleicht schon ausreichen. Sollte diese nichts bewirken, können Sie jederzeit ein stärkeres Öl besorgen.

Die Anwendung von CBD bei CMD

CBD Öl und CBD Creme werden sehr häufig bei CMD verwendet. Aber wie werden sie richtig angewendet?

CBD Creme für CMD ist ein ganz einfaches Produkt – eine Lotion oder Creme mit CBD Extrakt. Eine CBD Creme für die Linderung von Schmerzen bei CMD oder anderen Erkrankungen wird äußerlich auf die Haut aufgetragen.

Sie massieren es wie eine Feuchtigkeitscreme zur Linderung an den schmerzenden Stellen ein. Der größte Vorteil der Creme besteht darin, dass sie relativ schnell wirkt und dass sie bestimmte Bereiche damit behandeln können.

Warnhinweis

Falls Sie Herzmedikamente einnehmen, kann CBD Creme deren Wirksamkeit stark beeinträchtigen!

CBD Öl wird sublingual, also unter der Zunge, angewendet. Normalerweise träufelt man das Öl mit Hilfe einer Pipette unter die Zunge und behält es etwa eine Minute im Mund. Wie viele Tropfen sollte man einnehmen? Nun, das kommt darauf an. Es hängt zum einen vom eigenen Körpergewicht und der Stärke des Öls ab.

Lesen Sie hier bitte weiter über CBD und die Interaktion mit Medikamenten.

Warum CBD bei der Behandlung von CMD unterstützend wirken könnte

Kurz gesagt, fungiert CBD als neuronaler Blocker, so dass Schmerzimpulse nicht an Ihr Gehirn weitergeleitet werden.

Menschen interagieren auf interessante Art und Weise mit den Endocannabinoiden. Vor 30 Jahren entdeckten Forscher Endocannabinoide im Körper von Ratten. Später konzentrierte sich ihre Forschung auf die menschlichen Endocannabinoid-Rezeptoren. Man konnte feststellen, dass der menschliche Körper mit den Cannabinoiden interagieren kann.

Unser Gehirn ist voll mit Rezeptoren, Schmerzrezeptoren eingeschlossen, und Endocannabinoide können bei der Steuerung dieser Rezeptoren helfen, entweder durch Stimulation oder Blockierung. CBD kann die Behandlung von CMD unterstützen, indem es die Schmerzen blockiert.

Neben der Blockade von Schmerzen, kann CBD auch Entzündungen reduzieren. Das mag nicht das wichtigste Kriterium im Umgang mit den Schmerzen bei CMD sein. Wenn man aber einmal darüber nachdenkt, aufgrund des beschädigten oder zerstörten Knorpels im Kiefergelenk, reiben die Knochen jetzt aufeinander. In der Folge löst dieses Trauma eine Entzündung des umliegenden Gewebes aus und verstärkt die Schmerzen zusätzlich. Die Linderung von Gelenkentzündungen ist ein wichtiger Grund für die unterstützende Anwendung von CBD bei CMD-Schmerzen und anderen Arten von Entzündungsschmerzen.

Es gibt auch gute Gründe dafür, CBD nicht nur bei akuten Beschwerden anzuwenden, sondern auch zur Vorbeugung, besonders zur Vorbeugung von Arthritis. Osteoporose ist eine Form von Arthritis, bei der Knochen spröde und brüchig werden. Es gibt glaubwürdige Studien, dass CBD Produkte zur Stärkung von Knochen und bei der Heilung von Brüchen hilfreich sein könnte.

Vorbeugung ist immer besser als Heilung. Gerade für ältere Menschen und Personen, bei denen Arthritis in der Familie vorkommt, könnte die regelmäßige Einnahme einer geringen Dosis CBD sinnvoll sein.

Lesen Sie hier unseren Artikel über CBD zur Vorbeugung von Krankheiten.

Was sagt die medizinische Forschung zu CBD?

Es gibt immer mehr medizinische Forschungsarbeiten, welche die Anwendung von CBD bei CMD-Schmerzen befürworten. Außerdem hat man herausgefunden, dass CBD Vorteile für Menschen haben könnte, die unter Schmerzen, Ängsten, Übelkeit oder Krämpfen leiden. Es gibt auch Hinweise darauf, dass es auch bei einigen Krebsleiden helfen könnte.

Das British Journal of Pharmacology1 veröffentlichte 2011 eine Studie, die zeigte, dass CBD bei der Linderung von Übelkeit und Erbrechen helfen könnte. Im Jahr 2013 wurde im Epilepsy Behaviour2 eine Studie der Stanford Universität veröffentlichte. Diese kam zu dem Schluss, dass CBD Anfälle bei Kindern reduzieren könnte, was natürlich ein großer Vorteil für die Kinder und ihre ganze Familie wäre.

Die Behandlung von CMD ist einer der häufigsten Gründe, warum sich Menschen für CBD interessieren. Eine im Journal of Experimental Medicine3 veröffentlichte Studie aus dem Jahr 2012 zeigte auf, dass CBD die Weiterleitung von Schmerzimpulsen zum Gehirn blockieren könnte. Das sind tolle Neuigkeiten für Patienten, die CBD bei CMD anwenden möchten. Das gilt besonders für die Fälle, in denen der Schmerz langanhaltend und dauerhaft ist.

Im European Journal of Pain4 wurde ebenfalls eine entsprechende Studie publiziert. Diese deckte auf, dass Patienten mit Arthritis und solche, die CMD zu Hause selbst behandeln möchten, von der Anwendung einer CBD Creme profitieren könnte. Diese könnte nicht nur die Schmerzen reduzieren, sondern gleichzeitig auch Entzündungen.

Zusammenfassung

Einige Menschen schrecken vielleicht vor der Anwendung von CBD Produkten zur Linderung ihrer Schmerzen zurück, weil sie diese mit Cannabis und Kiffern in Verbindung bringen. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit. In Marihuana-Pflanzen kommen einige hundert Cannabinoide vor. Eines davon, nämlich das THC, macht Sie high. Das Cannabinoid CBD wird in diesen Mitteln zur Schmerzbekämpfung verarbeitet und unterscheidet sich komplett vom THC. Die Atome sind anders angeordnet, und das führt dazu, dass CBD keine psychoaktive Wirkung hat.

Was CBD hat, ist ein erwiesener medizinischer und therapeutischer Nutzen. Es zeigen sich enorme Fortschritte bei der unterstützenden Behandlung von Kindern mit Anfällen. Darüber hinaus zeigten sich große Unterschiede bei Menschen, die unter Schmerzen durch Erkrankungen wie CMD leiden.

Falls Sie unter chronischen Schmerzen leiden, sollte dieser Zustand immer zusammen mit einem Mediziner in den Griff bekommen werden. CBD könnte einen solchen Behandlungsplan ergänzen. Dazu braucht man kein Rezept, es ist komplett legal, und vertrauenswürdige Onlinehändler können Ihnen das Produkt schnell und zuverlässig zusenden.

Man denkt über den Tellerrand hinaus und probiert etwas Neues, aber schnell könnte sich herausstellen, dass CBD Produkte eine ideale Ergänzung bei der Behandlung von CMD-Schmerzen sein könnten.

Einzelnachweise

  1. Parker LA, Rock EM und Limebeer CL. „Regulation of nausea and vomiting by cannabinoids.“ British Journal of Pharmacology (2011) []
  2. Brenda E. Porter und Catherine Jacobson. „Report of a parent survey of cannabidiol-enriched cannabis use in pediatric treatment-resistant epilepsy“ Epilepsy Behaviour (2013) []
  3. Wei Xiong, Tanxing Cui, Kejun Cheng, Fei Yang, Shao-Rui Chen, Dan Willenbring, Yun Guan, Hui-Lin Pan, Ke Ren, Yan Xu und Li Zhang. “ Cannabinoids suppress inflammatory and neuropathic pain by targeting α3 glycine receptors“ Journal of Experimental Medicine (2012) []
  4. D.C. Hammell, L.P. Zhang, F. Ma, S.M. Abshire, S.L. McIlwrath, A.L. Stinchcomb und K.N. Westlund. „Transdermal cannabidiol reduces inflammation and pain-related behaviours in a rat model of arthritis“ European Journal of Pain (2016) []
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Dannie Hansen