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In diesem Artikel möchten wir die verschiedenen Eigenschaften von CBD für das Herz-Kreislaufsystem erörtern. Wenn die Rede von CBD ist, sprechen wir über das wichtigste Cannabinoid im Cannabis. Diese Substanz kann in bis zu 40 % seiner Extrakte nachgewiesen werden.

Die Funktion des Herz-Kreislaufsystems

Einfach ausgedrückt besteht das Herz-Kreislaufsystem aus dem Herz und einem Netzwerk aus Blutgefäßen. Es ist verantwortlich für die Blutzirkulation in jedem Bereich des Körpers. Deshalb ist das Herz-Kreislaufsystem, zusammen mit dem lymphatischen Gefäßsystem, ein Teil des Kreislaufs.

Wenn man sich etwas eingehender damit befasst, wird man feststellen, dass das Herz-Kreislaufsystem auch noch andere wichtige Körperfunktionen unterstützt. Dazu zählen unter anderem die Kontrolle der Hormone, die Fortpflanzung, die Aufrechterhaltung einer Erektion und die Regulierung der Körpertemperatur. Darüber hinaus ist es auch für die lebenswichtige Ausscheidung von Salzen und Substanzen über die Nieren sowie den Transport von Antikörpern und Immunzellen zur Abwehr von Krankheitserregern zuständig.

Die häufigsten Herzerkrankungen

Angesichts der lebenswichtigen Rolle des Herzens, überrascht es nicht, dass Herzprobleme zur Zeit die Haupttodesursache durch Krankheit darstellen. Gemäß einem Bericht des National Institute of Statistics (INE), sind in Spanien Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems mit 26,66 % die häufigste Todesursache. Damit liegen diese Erkrankungen noch vor Krebs (27,86 %) und Problemen mit dem Atemsystem (11,08 %).

Schlechte Angewohnheiten hängen stark mit dem rapiden Anstieg von Herzproblemen zusammen. Es ist offensichtlich, dass unter anderem mangelnde Bewegung, Stress, Rauchen oder eine unausgewogene Ernährung zu den häufigsten Ursachen für Gesundheitsprobleme zählen und deshalb aktiv bekämpft werden müssen.

Nachfolgend eine Übersicht über fünf Herzkrankheiten, die heutzutage eine entscheidende Rolle spielen:


Der Blutfluss zu irgendeinem Teil des Herzen ist verringert oder vollständig blockiert. In der Folge wird dieser schlecht versorgt und stirbt ab. Die typischen Symptome sind Atembeschwerden, Schwindel und Druck auf der Brust.

Zum Herzversagen kommt es dann, wenn das Herz nicht ausreichend Blut pumpen und den Blutfluss im Körper aufrechterhalten kann. Um dies zu vermeiden, muss man neben anderen Ursachen auch Bluthochdruck, Diabetes oder koronare Herzerkrankungen überwachen.

Dieser Zustand entsteht, wenn der Herzmuskel aufgrund einer Verstopfung der Koronararterien nicht ausreichend durchblutet ist. Ein starker Druck in der Brust ist das Hauptsymptom.

Dies ist die Folge einer Schwächung und Entzündung der Arterienwände in einem bestimmten Körperteil. Denken Sie daran, dass sich solch eine Entzündung in vielen Fällen nicht durch bestimmte Symptome bemerkbar macht. Deshalb sind routinemäßige Check-Ups ganz besonders wichtig.

Diese Störungen hängen mit einem unregelmäßigen Herzschlag zusammen. Ist der Herzschlag verlangsamt, spricht man von Bradykardie, bei beschleunigtem Herzschlag ist die Rede von Tachykardie. Es kann aber auch zu einem teilweise aussetzenden Herzschlag kommen, welcher dann unter anderem Symptome wie Blässe, Schwindel oder Erstickungsanfälle verursachen kann.


Der Einfluss von CBD auf das Herz-Kreislaufsystem: Vorteile und mögliche Risiken

Nachdem wir nur mehr über das Herz-Kreislaufsystem wissen, können wir uns auf unser Hauptthema namens CBD konzentrieren.

Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabidiol), hat CBD keine psychoaktive Wirkung. Dies bedeutet, dass es keinen Schwindel oder Euphorie hervorruft, was man allgemein als „high sein“ bezeichnet. Dafür kann man sich seine positiven Eigenschaften im Bereich der Medizin bei vielen Erkrankungen zunutze machen. So könnte es zum Beispiel in Fällen von Schizophrenie, Epilepsie, Angststörungen oder Multipler Sklerose unterstützend wirken. Es hat in der Regel einen beruhigenden Effekt und kann außerdem die Übertragung von Schmerzsignalen unterbinden. Im Jahr 2007 wurde in der Zeitschrift Molecular Cancer Therapeutics1 eine Studie veröffentlicht. Diese zeigte, dass CBD den programmierten Zelltod herbeiführen könnte, und zwar unabhängig von den CB1, CB2 oder Vanilloid-Rezeptoren. Das könnte dazu führen, dass die Entwicklung von Brustkrebs deutlich langsamer voranschreitet.

Im Laufe der Zeit, wurde die Liste der möglichen Einsatzbereiche für CBD immer länger. Forscher haben damit begonnen, den Zusammenhang zwischen diesem Stoff und seinen positiven Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem zu untersuchen. Deshalb veröffentlichte das British Journal of Clinical Pharmacology2 im Jahr 2012 einen Artikel von drei Mitgliedern der Universität von Nottingham. Dieser deutet darauf hin, dass CBD einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem haben könnte. Das liegt an seiner direkten Wirkung auf die Arterien, wo es den Druck in den Gefäßen stark vermindert. Auf diese Art und Weise könnte CBD vor Gefäßschäden durch einen hohen Glukosewert schützen. Die von Spezialisten durchgeführten Studien, stimmen bezüglich der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung von CBD überein.

Die Bewertung der durch die oben genannten Studien ermittelten Daten unterstreichen die Vorteile von CBD zur Unterstützung der Behandlung von Herzerkrankungen, und das sogar in den peripheren und zerebralen Gefäßen. Sie weisen jedoch darauf hin, dass mehr Forschungsarbeit nötig sein wird, um diese Vermutung zu bekräftigen.

Kurz ein paar Fakten

Es steht fest, dass Probleme des Herz-Kreislaufsystems in den meisten Fällen durch eine Art Entzündung verursacht werden. Verschiedene Studien aus den vergangenen Jahren konnten nachweisen, dass CBD einen entzündungshemmenden Effekt hat, welcher das Gewebe des Herz-Kreislaufsystems schützen könnte.

Im Jahr 2016 wurde zum Beispiel von einem internationalen Team von Forschern eine Studie3 an Mäusen durchgeführt. Diese sollte die Linderung von Entzündungen im Gewebe des Herz-Kreislaufsystems durch die regelmäßige Anwendung von CBD demonstrieren. Das Risiko einer Verschlimmerung der Herzinsuffizienz konnte in diesem Fall verringert werden. Außerdem konnte der ursprüngliche Zustand viel leichter wieder hergestellt werden. Schließlich zeigten diese Untersuchungen, dass CBD bei der Behandlung einer Myokarditis, also einer Herzmuskelentzündung, unterstützend wirken könnte.

Tatsächlich hatten chinesische Forscher bereits ein Jahr zuvor, nach mehreren Tests mit Kaninchen, nachgewiesen, dass Cannabidiol sich positiv auf die Ausheilung eines Herzinfarkts auswirken könnte4. Kaninchen, denen nach einem Herzinfarkt CBD verabreicht wurde, erholten sich wesentlich schneller als solche, die lediglich einen Placebo erhielten.

Befasst man sich mit den exakt gegenteiligen Effekten von CBD, also seinen Risiken, muss kaum etwas überprüft werden. So lange es für sich angewendet wird, und kein Einfluss von bestimmten Drogen vorhanden ist, wird es sehr gut vertragen. Darüber hinaus berichtet die WHO von einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen, die durch den Konsum von CBD reduziert werden könnten.

Die richtige Anwendung von CBD

Es gibt drei Möglichkeiten, wie man Cannabidiol hauptsächlich anwenden kann:

  • Durch Inhalation: Zu diesem Zweck benötigt man einen Verdampfer. Das Verdampfen hat den Vorteil, dass die Wirkung viel schneller eintritt, dafür hält sie aber auch nicht so lange an. Obwohl es viel weniger gefährlich als Tabak ist, zweifeln einige die Sicherheit für die Lunge an.
  • Durch einfache Einnahme: In diesem Fall wird das CBD mit Lebensmitteln eingenommen. Man kann zum Beispiel Kekse damit backen, oder es in Getränken auflösen. Die Wirkung wird dann langsamer eintreten, man kann dadurch jedoch eine längere Wirkungsdauer erreichen.
  • Durch sublinguale Anwendung: Träufeln Sie das CBD Öl einfach unter die Zunge. Auf diese Weise kann eine besonders schnelle Absorption in den Körper erfolgen. Falls Sie mehr darüber erfahren möchte, lesen Sie den Artikel von Nordic Oil über die Dosierung von CBD.

Zum Schluss sollten wir bedenken, dass für den Schutz des Herz-Kreislaufsystems Produkte mit einem hohen Gehalt an CBD und einem niedrigen an THC am besten geeignet sind. In dieser Hinsicht gibt es viele Fachleute, die Kapseln oder Cannabidiol Öle empfehlen.

Einzelnachweise

  1. Caffarel MM, Andradas C, Mira E, Pérez-Gómez E, Cerutti C, Moreno-Bueno G, Flores JM, García-Real I, Palacios J, Mañes S, Guzmán M und Sánchez C. „Cannabinoids reduce ErbB2-driven breast cancer progression through Akt inhibition.“ PubMed Mol Cancer. (2010) []
  2. Stanley CP, Hind WH und O’Sullivan SE. „Is the cardiovascular system a therapeutic target for cannabidiol?“ PubMed Br J Clin Pharmacol. (2013) []
  3. Caffarel MM, Andradas C, Mira E, Pérez-Gómez E, Cerutti C, Moreno-Bueno G, Flores JM, García-Real I, Palacios J, Mañes S, Guzmán M und Sánchez C. „Cannabinoids reduce ErbB2-driven breast cancer progression through Akt inhibition.“ PubMed Mol Cancer. (2010) []
  4. Feng, Yuanbo MD, PhD*,†; Chen, Feng MD, PhD*,‡; Yin, Ting MSc*; Xia, Qian MD, PhD*,§; Liu, Yewei MSc*,§; Huang, Gang MD, PhD§; Zhang, Jian PhD; Oyen, Raymond MD, PhD*; Ni, Yicheng MD, PhD*,† „Pharmacologic Effects of Cannabidiol on Acute Reperfused Myocardial Infarction in Rabbits: Evaluated With 3.0T Cardiac Magnetic Resonance Imaging and Histopathology“ Journal of Cardiovascular Pharmacology (2015) []
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Dannie Hansen