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CBD ist der Hauptbestandteil von Marihuana, auch als Hanf bekannt, jedoch ohne psychoaktive Effekte. Mehrere medizinische Studien zeigen, dass es über nützliche Eigenschaften verfügt, welche die Behandlung von gesundheitlichen Problemen wie Epilepsie, Entzündungen, Schmerzen, Erbrechen, Depressionen, Ängste, Schlaflosigkeit unterstützen könnte.

Angesichts der bestehenden Gesetze, war die eingehende Untersuchung des medizinischen Nutzens von Cannabis vor einigen Jahre noch eine echte Herausforderung. Seither haben sich die Einschränkungen geändert, und die moderne Medizin hat mehrere Studien und Analysen bezüglich den Wirkungsweisen und Vorzügen dieser Substanz durchgeführt

Zusätzlich zu den bereits gewonnen Erkenntnissen haben die Forscher herausgefunden, dass diese Komponente auch Menschen helfen könnte, die unter Lyme-Borreliose leiden.

Erfahren Sie nachfolgend mehr über diese Erkrankung und darüber, wie CBD die Behandlung der Lyme-Borreliose effektiv unterstützen könnte.

Was ist Lyme-Borreliose?

Lyme-Borreliose ist eine von Zecken übertragende Infektion, die vor allem Menschen in den USA und in Europa betrifft. Die Insekten sind Träger der Bakterien Borrelia Garinii und Borrelia Afzelli. Nach einem Biss werden diese auf den menschlichen Wirt übertragen und können zur Entstehung der Lyme-Borreliose führen.

Leider kann es während normalen Spaziergängen im Wald, in Parks und in Gebieten mit viel Gras leicht zu Bissen kommen, denn dies sind die bevorzugten Lebensräume der Zecken. Zum Glück ist diese Krankheit nicht ansteckend, doch ohne frühzeitige Behandlung kann sie schwere gesundheitliche Komplikationen mit sich bringen.

Meistens wird der Zeckenbiss gar nicht bemerkt, und die Symptome der Infektion werden mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Es ist deshalb notwendig, einen Labortest zur Identifikation und Diagnose der Lyme-Borreliose durchzuführen und schnell mit der Behandlung zu beginnen.

Symptome der Lyme-Borreliose

Es ist entscheidend, dass schnell auf Lyme-Borreliose getestet wird, sobald man den Verdacht hat, man könnte infiziert sein. Die oben erwähnten Bakterien Borrelia Garinii und Borrelia Afzelli sind schwer zu identifizieren und zu eliminieren. Sie beeinträchtigen das Immunsystem sehr stark und entwickeln oftmals eine Resistenz gegenüber einigen Antibiotika.

Wenn Sie irgendeines dieser Symptome bemerken, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Nur so können weitere oder dauerhafte Schäden durch die Borreliose verhindert werden.

Leichte Symptome:

  • Rötung um den Biss herum
  • Schmerzen im ganzen Körper
  • Mobilitätsverlust in Muskeln und Gelenken
  • geschwollene Drüsen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Fieber

Schwere oder dauerhafte Symptome:

  • schwere Arthritis
  • ständige Gelenkschmerzen
  • Herzbeschwerden
  • Schädigung des Nervensystems
  • periphere Neuropathie oder seltsame Empfindungen in den Extremitäten
  • Meningitis
  • Lähmungserscheinungen im Gesicht
  • Nervosität
  • Depressionen
  • Ängste
  • Verwirrtheit

Im Allgemeinen entwickeln Patienten mit ausgeprägten Symptomen der Lyme-Borreliose psychische Probleme wie Depressionen, Nervosität und Ängste. Die Psychse leidet sehr unter den ständigen Schmerzen und den anhaltenden Störungen der Körperfunktionen. Aus diesem Grund, zählt Selbstmord zu den fatalsten Folgen dieser Infektion.

CBD – Eine effektive Unterstützung bei Lyme-Borreliose

Viele Spezialisten greifen schnell auf Antibiotika zurück, um diese Infektion zu behandeln. Wissenschaftliche Studien bestätigen jedoch die Wirksamkeit von CBD bei der Bekämpfung der leichten und schweren Symptome dieser Erkrankung.

Diese Studien legen nahe, dass die Eigenschaften von CBD es zu einem geeigneten und passenden Nahrungsergänzungsmittel machen, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

CBD hat eine antibakterielle Wirkung1, könnte von einer peripheren Neuropathie verursachte Schmerzen lindern, Kopfschmerzen und Übelkeit reduzieren, das Immunsystem stärken, krampflösend wirken sowie Nervosität, Ängste und Depressionen kontrollieren.

Eine im Jahr 2008 durchgeführte Studie2 zeigte, dass der Konsum von CBD-Produkten die Bakterien effektiv bekämpfen könnte, die für den Ausbruch der Lyme-Borreliose verantwortlich sind. Die Studie deckte außerdem auf, dass die antimikrobiellen Eigenschaften von CBD eine hohe Wirksamkeit gegenüber den resistenten Bakterien haben könnte.

Als persönliche Erfahrung gab eine Patientin an, dass das regelmäßige Rauchen von CBD ihr dabei geholfen hat, die durch die Krankheit verursachten Anfälle zu reduzieren. Es gibt viele ähnliche Rückmeldungen von Patienten, die es geschafft haben, die Folgen der Lyme-Borreliose durch die Anwendung von CBD zu lindern.

Wie sollte CBD bei Lyme-Borreliose angewendet werden?

Die Dosierung des CBD hängt immer vom individuellen Schweregrad der Infektion ab und kann somit von Patient zu Patient variieren. So könnte ein Betroffener mit leichten Symptomen und möglichen depressiven Episoden zum Beispiel 25 mg täglich zu sich nehmen. Im Anfangsstadium einer schweren Infektion, wenn die Beschwerden in der Regel stärker sind, ist eine Dosis von etwa 45 mg am Tag zu empfehlen.

In sehr schwerwiegenden Fällen der Lyme-Borreliose mit fortgeschrittenen oder dauernden Beschwerden, könnten bis zu 120 mg täglich konsumiert werden. Es ist ratsam, die Einnahme auf drei gleiche Dosen zu verteilen, anstatt ein oder zwei hohe Dosen am Tag einzunehmen. Allerdings wird normalerweise empfohlen, 50 mg CBD täglich nicht zu überschreiten. Sollte sich der Zustand nach der Anwendung von bis zu 50 mg CBD nicht verbessern, und Sie eine Erhöhung der Dosis beabsichtigen, sollten Sie dies zuerst mit einem Heilpraktiker besprechen.

Lesen Sie hier weiter: CBD Dosierung

Bitte beachten

Obwohl medizinische Studien nicht über Nebenwirkungen nach dem Konsum von CBD berichten, sollte eine Überdosierung der Substanz vermieden werden. Sie können jedoch mit den angegebenen Dosierungen ein wenig experimentieren, bis Sie bei der Dosis angelangt sind, die dabei hilft, Ihren persönlichen Zustand zu verbessern.

Sobald der Körper sich an die Substanz gewöhnt hat, könnten Sie eine deutliche Linderung der Symptome der Lyme-Borreliose bemerken. Dennoch ist es wichtig, dass ein Spezialist die optimale Dosierung, jeweils abhängig vom individuellen Verlauf der Krankheit, festlegt.

Was sagt die Forschung zur Anwendung von CBD bei Lyme-Borreliose?

Schon seit einigen Jahren zeigt CBD seine medizinischen Vorteile. Um der Anwendung von CBD zur Unterstützung der Borreliose-Behandlung mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, können wir einige medizinische Studien rezensieren:

Klinische Untersuchungen

Es ist bekannt, dass es bisher keine klinischen Studien zur Anwendung von CBD bei Lyme-Borreliose gibt. Es wurden jedoch einige Tests in Bezug auf Schmerzen durchgeführt und wie diese Substanz bei der Linderung helfen könnte.

Im Jahr 2013 führten britische Forscher einen Versuch zu durch unheilbare Krankheiten verursachte Schmerzen durch3. Dies ist einer der am schwierigsten auszuhaltenden Schmerztypen, und normalerweise sind Medikamente dagegen auch nicht wirksam.

CBD scheint einen positiven Effekt auf Schmerzen, Erschöpfung und Schlaflosigkeit zu haben. Darüber hinaus zeigten sich auch bei langfristiger Anwendung keine Nebenwirkungen. Die Substanz verlor nicht an Wirksamkeit, und die Anwendung wurde von Patienten mit schweren und dauerhaften Schmerzen gut vertragen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Untersuchung bezüglich Kopfschmerzen4 und Migräne, welches ebenfalls Symptome der Lyme-Borreliose sein können. Leidet man unter dieser Infektion, können auch häufiger Krämpfe auftreten. Die Untersuchung bestätigt Linderung im Fall von Epilepsie und Multipler Sklerose. In diesem Fall gab es auch keine Nebenwirkungen durch die langfristige Anwendung von CBD.

Diese Untersuchungen zeigen, dass die häufigsten Symptome der Lyme-Borreliose durch die Anwendung von Cannabis-Komponenten effektiv reduziert werden könnten. Außerdem könnten psychologische Probleme wie Ängste und Depressionen auf diese Weise kontrolliert werden.

Laboranalysen

Seit 1958 haben Studien im Labor gezeigt, dass Cannabis antibakterielle Eigenschaften hat. Im Jahr 2008 lieferte diesbezüglich auch CBD positive Ergebnisse.

Viele Jahre demonstrierten verschiedene Analysen dieser Art die entzündungshemmende Wirkung von CBD5. Zusätzlich erklärten die Forscher, dass die Effekte sich sehr schnell zeigen. Dank einer Analyse aus dem Jahr 2016 ist bekannt, dass CBD auf ähnliche Art und Weise wie pharmazeutische Antidepressiva wirken könnte.

Schlussfolgerung

Abschließend kann man sagen, dass eine Vielfalt an Studien und medizinischen Untersuchungen die Wirksamkeit von CBD zur Unterstützung der Borreliose-Behandlung beweisen. Obwohl noch weitere Forschung notwendig ist, teilen immer mehr Patienten ihre Erfahrungen zu den positiven Effekten dieser Substanz auf ihre Gesundheit.

Außerdem gibt es auch Ärzte, die den Verzehr von natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln mit dieser Komponente bei der Lyme-Borreliose befürworten. Es ist aber wichtig, dass CBD nur unterstützend eingesetzt wird. Es soll nicht die Einnahme von Antibiotika ersetzen, die Bakterien eliminieren und zur vollständigen Heilung beitragen.

Einzelnachweise

  1. B. van Klingeren und M. ten Ham. „Antibacterial activity of Δ9-tetrahydrocannabinol and cannabidiol“ Journal of Microbiology (1976) []
  2. Giovanni Appendino, Simon Gibbons, Anna Giana, Alberto Pagani, Gianpaolo Grassi, Michael Stavri, Eileen Smith und M. Mukhlesur Rahman. „Antibacterial Cannabinoids from Cannabis sativa: A Structure−Activity Study“ The American Chemical Society and American Society of Pharmacognosy (2008) []
  3. Johnson JR, Lossignol D, Burnell-Nugent M und Fallon MT. „An open-label extension study to investigate the long-term safety and tolerability of THC/CBD oromucosal spray and oromucosal THC spray in patients with terminal cancer-related pain refractory to strong opioid analgesics.“ PubMed J Pain Symptom Manage. (2013) []
  4. Eric P. Baron, Philippe Lucas, Joshua Eades und Olivia Hogue. „Patterns of medicinal cannabis use, strain analysis, and substitution effect among patients with migraine, headache, arthritis, and chronic pain in a medicinal cannabis cohort“ Springer Open J Headache Pain. (2018) []
  5. Prakash Nagarkatti, Rupal Pandey, Sadiye Amcaoglu Rieder, Venkatesh L Hegde und Mitzi Nagarkatti. „Cannabinoids as novel anti-inflammatory drugs“ HHS Public Access Future Med Chem. (2009) []
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Dannie Hansen