CBD für Suchtkranke
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CBD für Suchtkranke
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Cannabis wurde im Lauf der Jahre von vielen Regierungen untersucht. Viele Länder haben Hanf legalisiert, einige leider immer noch nicht. Die Hanfpflanze ist in den meisten Ländern legal, weil die Forschung1 zu dem Ergebnis gekommen ist, dass sie viele gesundheitliche Vorteile für den menschlichen Körper hat. Der Hauptvorteil der Hanfpflanze ist, dass sie eine geringere Konzentration an THC und anderen Komponenten aufweist, die bei Cannabis zu einer psychoaktiven Wirkung führen. Anstelle von THC weist die Hanfpflanze eine höhere Konzentration an Cannabinoiden auf, die zahlreiche Körperfunktionen unterstützen. Studien haben gezeigt, dass das in der Hanfpflanze vorhandene CBD zur Besserung vieler Krankheiten, einschließlich Suchterkrankungen, beitragen kann.2

Sucht ist von den meisten medizinischen Organisationen als Krankheit klassifiziert. Wie Diabetes, Krebs und Herzkrankheiten wird auch Sucht durch eine Kombination aus Verhalten, Umwelteinflüssen und biologischen Faktoren verursacht.

Genetische Faktoren machen dabei mit 50 Prozent den größten Anteil für das Risiko aus, dass jemand mit einer Sucht zu kämpfen hat. Die Folgen einer unbehandelten Sucht sind oftmals auch andere physische oder mentale Gesundheitsprobleme. Wenn eine Sucht über längere Zeit nicht behandelt wird, kann der Zustand sehr ernst oder sogar lebensbedrohlich werden.

Was bedeutet Sucht?

Die meisten Menschen wissen leider nicht, dass Drogen- und Alkoholabhängigkeit eigentlich eine Krankheit ist. Es handelt sich um eine Gehirnerkrankung, die trotz ihrer schädlichen Auswirkungen durch eine physische und psychische Abhängigkeit von Drogen und Alkohol gekennzeichnet ist. Süchtige Menschen sind sich ihres Problems voll bewusst, können es aber nur sehr schwer bekämpfen. Die Hauptursache für die Drogen- und Alkoholabhängigkeit soll ein längerer Missbrauch der beiden Substanzen sein. Drogenmissbrauch wird durch unterschiedliche Ursachen wie Gruppenzwang, Depressionen und die zunehmende Verfügbarkeit von Drogen ausgelöst. Auch die Drogenabhängigkeit verläuft in Schüben, da viele Patienten oft in den Sumpf der Sucht zurückfallen, wenn die Behandlung nicht anschlägt.

In den Vereinigten Staaten wurde die Opioidabhängigkeit von Präsident Trump im Jahr 2017 zu einem Notfall der öffentlichen Gesundheit erklärt. Seitdem wird sie als Opioidkrise bezeichnet. Im Jahr 2015 wurden über 20.101 Todesfälle durch die Überdosierung von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln verursacht. Weitere 12.990 Todesfälle wurden auf Heroin-Überdosen zurückgeführt. Im Jahr 2016 verzeichnete das U.S. Department of Health and Human Services 42.000 Todesfälle aufgrund von Opioid-Überdosen. Das sind definitiv ernüchternde Zahlen.

In den letzten Jahren haben Forscher Cannabidiol (CBD) studiert, eine Verbindung, die in Cannabis gefunden wurde und von der sie glauben, dass sie sehr wirksam in der Behandlung von Drogenabhängigkeit sein könnte. Und dies trotz der Tatsache, dass die Drug Enforcement Administration (DEA) es als eine Droge der Kategorie 1 klassifiziert, was bedeutet, dass sie eine hohe Missbrauchskapazität besitzt. 29 Staaten haben jedoch die Verwendung von medizinischem Marihuana legalisiert.

Sie fragen sich vielleicht, wie eine Substanz, die in einer Droge gefunden wird, gegen Drogenabhängigkeit helfen kann? Nun, es wird angenommen, dass CBD die Fähigkeit hat, die Nervenbahnen im Gehirn eines Süchtigen so zu verändern, dass das Verlangen und die Entzugserscheinungen nachlassen.3

Warum CBD verwenden, um eine Sucht zu behandeln?

Es mag eine große Überraschung sein, aber CBD hat sich aller Vorraussicht nach als eine erfolgreiche Anwendungsmethode für verschiedene Krankheiten erwiesen. Es wurde als wirksam bei der Kontrolle epileptischer Anfälle, der Verringerung von Entzündungen und der Linderung chronischer Schmerzen beschrieben. CBD wurde auch verwendet, um die Nebenwirkungen einer Chemotherapie, wie zum Beispiel Übelkeit bei Krebspatienten, möglicherweise reduzieren zu können.

Vielleicht ist einer der Hauptgründe, warum CBD bei einer gut funktionieren könnte, die Tatsache, dass es nicht psychoaktiv ist. Dies bedeutet, dass Ihnen im Gegensatz zu THC – Tetrahydrocannabinol (Komponente, die Sie high macht, wenn Sie Marihuana konsumieren), das CBD einige gesundheitliche Vorteile bieten kann, ohne dass Sie davon high werden. Interessanterweise wurde auch festgestellt, dass CBD die psychoaktiven Effekte von THC neutralisiert. Wie bereits erwähnt, verändert CBD die Nervenbahnen im Gehirn eines Süchtigen, um das Verlangen nach dem Suchtmittel und die Entzugserscheinungen zu reduzieren. Dies bedeutet, dass Süchtige, die sich einer CBD Anwendung unterziehen, sich nicht nach der Droge sehnen und ein geringeres Rückfallrisiko haben.4

Vorteile der Verwendung von CBD zur Behandlung von Suchterkrankungen

CBD könnte eine endlose Reihe an Vorteilen in der Suchtbehandlung bieten. Erstens unterstützt es, das Verlangen der Süchtigen zu verringern, was es zu einem großartigen Gegenmittel hinsichtlich Rückfällen macht, selbst wenn die Süchtigen den klassischen Auslösern ausgesetzt sind. Dies ist ein großer Vorteil, da 85% der genesenden Opioid- und Alkoholabhängigen innerhalb eines Jahres nach der Behandlung einen Rückfall erleiden sollen. CBD soll auch bei der Reduzierung von Entzugserscheinungen bei Opioidabhängigen helfen.

Zweitens wird vermutet, dass CBD die Fähigkeit, Angstzustände bei Opioidabhängigen zu reduzieren. Es wird behauptet, dass es bei Opioidabhängigen eine therapeutische Wirkung hat, die ihre Angstzustände reduzieren und somit die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls verringern kann. Wissenschaftler haben die Fähigkeit, den 5HT1-A-Serotonin-Rezeptor im Gehirn teilweise zu aktivieren, was seine stimmungsaufhellende Wirkung erklärt.

Schließlich macht CBD, im Gegensatz zu anderen Medikamenten wie OxyContin und Vicodin, nicht süchtig.

Nebenwirkungen

Während CBD allgemein als sicher gilt5, werden einige Menschen unter Nebenwirkungen zu leiden haben. Zu diesen gehören unter anderem Übelkeit, Durchfall, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit und ein trockener Mund. Diese Symptome sollen jedoch eher selten auftreten und nicht so ausgeprägt wie bei den Suchtmitteln sein.

CBD-Dosierung

Jeder Mensch ist anders, und jeder reagiert demnach auch anders auf CBD. Die empfohlene Dosierung kann von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich sein, was zu Verwirrung führen kann. Die Dosierung kann sich je nach Prozentsatz des verwendeten CBD-Öls unterscheiden. Im Durchschnitt sind 25 mg CBD pro Tag für die meisten Menschen wirksam. Bei starken Symptomen kann die Dosierung über den Zeitraum einer Woche langsam erhöht werden, bis sich die Symptome bessern. Dies ist natürlich bei jedem Patienten anders und sollte überwacht werden. Für weitere Details zur Dosierung siehe unseren Beitrag zur CBD-Dosierung.

Wie kann ich mit CBD Sucht behandeln?

CBD wird derzeit in verschiedenen Formen angeboten, von Öl über Tabletten bis hin zu Vapes und sogar Lebensmitteln. CBD-Öl hat sich als eine bevorzugte Option für viele Menschen erwiesen. Am besten ist es jedoch, die Variante zu wählen, bei der Sie sich am wohlsten fühlen.

Erfahrungsberichte

Che*(nicht sein richtiger Name), wurde auf Oxytocin, das Opioide enthält, gesetzt, um seine Schmerzen zu verringern, nachdem er einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte. Doch sein Arzt zog die Medikation zurück, als er feststellte, dass Che süchtig geworden war und es missbrauchte. Che fand andere Wege, um an die Substanz heranzukommen, was zu einem siebenjährigen Kampf gegen die Opioidabhängigkeit führte. Che versuchte, Marihuana zu rauchen, aber sein Verlangen nach einem Opioid blieb bestehen. Dann versuchte er es mit CBD, das sich inzwischen bewährt hatte. Er schwört, dass eine Einnahme von 33 mg, einmal täglich in Form von Kapseln, sein Verlangen enorm verringert und Normalität in sein Leben zurückgebracht hat.

Was sagt die Forschung über CBD bei Sucht?

Eine aktuelle Studie von Freidbert Weiss bezüglich CBD ergab positive Effekte bei der Anwendung von CBD zur Behandlung von Suchterkrankungen. Die Studie wurde an Ratten mit konditionierter Kokain- oder Alkoholabhängigkeit durchgeführt. Die Ratten erhielten eine Woche lang täglich ein topisches Gel mit CBD, bevor getestet wurde, wie sie auf einen der häufigsten Suchtauslöser reagieren.

Die Ratten haben die Tests bestanden, was darauf hindeutet, dass sie selbst dann, wenn sie provoziert wurden, seltener einen Rückfall erleiden. Zusätzlich zeigten die Ratten bei den CBD angewendet wurde, weniger Angst und Impulsivität, beides Merkmale einer Sucht. Die Forschung hat mehr als erfolgreich bewiesen, dass CBD ein wirksames Mittel ist, um Suchtkrankheiten zu heilen.6

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wunsch eines Süchtigen nach Nüchternheit ohne eine langfristige Behandlung zur Vorbeugung von Rückfällen ein Traum bleibt. CBD Öl könnte für Süchtige hingegen eine langfristige Lösung darstellen, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen.

Einzelnachweise

  1. Bridgeman, Mary Barna, and Daniel T. Abazia. „Medicinal cannabis: history, pharmacology, and implications for the acute care setting.“ Pharmacy and Therapeutics 42.3 (2017): 180.
  2. Kogan, Natalya M., and Raphael Mechoulam. „Cannabinoids in health and disease.“ Dialogues in clinical neuroscience 9.4 (2007): 413.
  3. Leshner, Alan I. „Addiction is a brain disease, and it matters.“ Science 278.5335 (1997): 45-47.
  4. Malfait, A. M., et al. „The nonpsychoactive cannabis constituent cannabidiol is an oral anti-arthritic therapeutic in murine collagen-induced arthritis.“ Proceedings of the National Academy of Sciences 97.17 (2000): 9561-9566.
  5. Iffland, Kerstin, and Franjo Grotenhermen. „An update on safety and side effects of cannabidiol: a review of clinical data and relevant animal studies.“ Cannabis and cannabinoid research 2.1 (2017): 139-154.
  6. Gonzalez-Cuevas, Gustavo, et al. „Unique treatment potential of cannabidiol for the prevention of relapse to drug use: preclinical proof of principle.“ Neuropsychopharmacology 43.10 (2018): 2036.

Comments

  1. AvatarGünter

    Mit 7 Jahren Knochkrebserkrankung. Knochenspanverpflanzung wurde durchgeführt. Diese wird bis heute behandelt. Anschließend 0stomyelitis. Diese wird noch heute behandelt. Weiterbehandelt Neurologie.
    Magenblutung wurde in Wien behandelt.
    Keine cardialen Beschwerden, keine Magenbeschwerden kein Sodbrennen, Stuhl regelmäßig. Keine Ödeme Nikotin neg.
    Gewicht konstant.
    Medikamente: Mundidol 100mg 1-0-0, Mundidol 200mg 0-0-1 Ritalin 10mg 1-1/2 Zolpidem 10mg 0-0-2 Alfagan Au. Tr., Maxi Kalz, Lactulose, Lexotanil 3mg 0-0-0-1/2 Forlax 10mg 0-1-0, Neuromultivit 0-0-1
    Kieferoperation. vorgesehen.
    63jähiger Pat. KG 90 kg, KG 191 cm, die HA rhythmisch normocard, über der Pulo VA. Abdomen weich, kein Druckschmerz, keine Ödeme.
    EKG SR, HT 71/min, PQ 0,18, RR 135/80
    Labor liegt bei
    Diagnose: St.p.Osteomelitis li. Oberarm Cronisch, Magenblutung, 1990 ST. p. Gehirnblutung mit Cranetomie 1996 Ca. 45 0berationen .
    Die OP-Fähigkeit Internetseite für den geblähten Eingriff gegeben . Patient nimmt seit 1999 sein Mundidol 100 / 200 / Täglich ein .
    Kann mir jemand erklären habe heute am 01. März die Cannapur Complete gegen meinen Enzug erhalten.. ! Ich bedanke mich für alles weitere .

    .

  2. AvatarClaudia

    Hallo,
    Ich leide unter COPD einer nicht heilbarer Lungenerkrankung.
    Ferner nehme ich Tavor fenlafaxin und ab und zu doxepin Tropfen.
    Wer kann mir helfen, da ich mit der Dosierung von CBD nicht sicher bin.
    Eine positive Wirkung habe ich noch am Tag der ersten Einnahme festgestellt.
    Ich litt unter starken Zahnschmerzen, die ich seit 2Tagen hatte, die waren plötzlich verschwunden und sind bis jetzt weg.

  3. AvatarDanielle Schreiber

    Guten Abend, ich bin Danielle, und habe mir das 15% CBD Oel geholt. Habe mit 1 Tropfen angefangen….. bin jetzt auf 3 Tropfen. Ich nehme es für Depression und Angststörungen bis hin zu Panickattacken.

    Meine Frage: hilft CBD Oel bei dieser Krankkeit.
    Bedanke mich schon im Voraus für Ihre Rückmeldung.
    Danielle

    1. Dannie HansenDannie Hansen Article Author

      Lieber Danielle 🙂
      gerade bei Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, etc. kann CBD sehr gut wirken. Gerne kannst du verschiedenen Kundenresonanzen, zu diesen Beschwerden, unter folgendem Link nachlesen: https://www.trustpilot.com/review/nordicoil.de
      Bezüglich der Dosierung empfehle ich Ihnen die sogenannte Step up Methode. Das heißt, man beginnt mit 1 Tropfen, 3 mal täglich für 4 Tage. Anschließend erhöht man die Menge auf 2 Tropfen, 3 mal täglich für weitere 4 Tage. Sie erhöhen dann die Tropfenanzahl auf 3 Tropfen, dreimal täglich.
      Von dort aus können Sie die Dosis anpassen, entweder erhöhen oder senken . Wir empfehlen nicht mehr als 10 Tropfen 3 mal pro Tag einzunehmen. Wenn Sie diese Menge überschritten haben, sollten Sie überlegen, die Stärke des Öls zu erhöhen und weniger Tropfen einzunehmen.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen hiermit weiterhelfen. Falls dennoch Fragen anfallen wenden Sie sich gerne zu jeder Zeit an uns. 🙂

  4. AvatarSandra Brunn

    Ich bin seit 20 Jahren Medikamentensüchtig (Schmerzmittel) und habe sogar Krampfanfälle bei Überdosierung bekommen. Ich habe es zwar geschafft, die Medikamente soweit zu reduzieren, das ich keine Anfälle mehr habe, aber komplett aufhören habe ich nicht geschafft. Ich habe es geschafft, von 25 ml pro Tag (Tramadol) auf 10 ml pro Tag zu reduzieren, jedoch weiter schaffe ich es nicht. Meine Angst vor Entzugserscheinungen ist extrem hoch. Wäre das Öl auch etwas für mich und welche Menge wäre überhaupt realistisch. Ich möchte gerne von meiner Sucht loskommen, da ich merke, das ich anfange vergesslich zu werden. Ich habe Angst, das das auch von der Sucht kommt. Vielleicht bekomme ich ja eine Antwort.

    1. Dannie HansenDannie Hansen Article Author

      Liebe Sandra,
      Die Ergebnisse einer Tierstudie aus dem Jahr 2013 mit Morphin deuten darauf hin, dass Cannabidiol die Belohnungsmechanismen des Gehirns beeinflusst, die für die Expression der akuten verstärkenden Eigenschaften von Opioiden verantwortlich sind, was darauf hindeutet, dass Cannabidiol klinisch nützlich sein kann,
      um das Volumen der Belohnungseffekte von Opioiden zu „verringern“.
      CBD kann auch bei der Behandlung von Entzugserscheinungen (Angst, Schlaflosigkeit, Migräne) wirksam sein und dort unterstützen helfen.
      Versprechen können wir natürlich nichts, aber es ist sicher einen Versuch wert.

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