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Kann man mit CBD Diabetes Typ 1 und Typ 2 behandeln?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist die weltweite Prävalenz von Diabetes bei Erwachsenen über 18 Jahren von 4,7 % im Jahr 1980 auf 8,5 % im Jahr 2014 gestiegen. Diabetes ist eine der Hauptursachen für Blindheit, Nierenversagen, Herzinfarkt, Schlaganfälle und Amputation der unteren Gliedmaßen.

Die Bauchspeicheldrüse ist ein Organ, das für die Freisetzung von Insulin sehr wichtig ist. Es öffnet die Zellen, damit Glukose eindringen kann. Diabetes entsteht, wenn sich zu viel Zucker im Blut anreichert. Wenn die Körperzellen nicht genügend Insulin produzieren, verursacht dies einen zu hohen Blutzuckerspiegel. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, da es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen kommen kann.

Der Unterschied zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2

Man unterscheidet zwischen Typ 1 und Typ 2. Die Untersuchungen zur Sicherung der Diagnose umfassen die Bestimmung des Hämoglobins und des Blutzuckers sowie einen Glukosetoleranztest. Darüber hinaus gibt es einige gemeinsame Symptome für beide Typen von Diabetes, so dass die Unterscheidung nicht immer einfach ist.

In der Regel wird angenommen, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes untergewichtig sind, während Menschen mit Typ-2-Diabetes Übergewicht haben. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Grundsätzlich sind beide Arten von Diabetes chronisch und werden meistens von den folgenden Symptomen begleitet:

Ständiges Durstgefühl, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und verschwommenes Sehen. Der Hauptunterschied zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2 liegt in den Ursachen und teilweise auch in der Ausprägung der Symptome.

Das folgende Video erklärt ganz gut die Unterschiede zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2:

Unterschiede in der Ursache

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, und Typ-2-Diabetes ist eine metabolische Erkrankung. Letztere ist eine Folge davon, dass der Körper nicht genug Insulin produzieren kann. Das kann am Lebensstils, der genetischen Disposition oder sogar an gewissen Umweltfaktoren liegen. Typ-1-Diabetes entsteht meistens dann, wenn der Organismus kein Insulin produzieren kann.

Die mangelnde Produktion von Insulin kann dadurch begünstigt werden, dass das Immunsystem die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, die für die Produktion von Insulin verantwortlich sind.

Wenn das Immunsystem irgendwelche Eindringlinge aufspürt, bekämpft es sie. In einigen Fällen kann das Immunsystem jedoch Körperzellen für Eindringlinge halten und sie vollständig zerstören. Das ist der Fall, wenn das Immunsystem die Beta-Zellen angreift.

Unterschiede in den Symptomen

Neben den üblichen Symptomen, gibt es für jeden Typ von Diabetes einige individuelle Symptome. Beim Typ-1-Diabetes leidet der Patient unter Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und drastischer Gewichtsabnahme. Die Symptome vom Typ-2-Diabetes zeigen sich typischerweise erst im höheren Alter. Diejenigen, die an Typ-1-Diabetes leiden, werden die Symptome bereits ein paar Wochen nach der Entwicklung der Erkrankung bemerken.

Konventionelle Behandlungsmethoden

Die übliche Behandlung besteht aus einer gesunden Ernährung, der Gewichtsreduktion und dem Verzehr spezieller Nahrungsmittel für Diabetiker, meistens in Kombination mit einer Arzneimitteltherapie. In den meisten Fällen sind diese Behandlungen jedoch mit Nebenwirkungen verbunden.


Die diabetische Diät zielt darauf ab, den Zuckergehalt im Blut zu regulieren.Für einen Diabetiker muss die Menge an Ballaststoffen, Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten proportional sein. Auch Essenszeiten sind grundlegend, und der Patient sollte mindestens drei ausgewogene Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen. Diese Vorgehensweise wirkt sowohl beim Typ-1- als auch beim Typ-2-Diabetes.

Obwohl nicht angenommen werden kann, dass nur Patienten mit Typ-2-Diabetes zu Übergewicht neigen, entspricht dies häufig der Realität. Bei übergewichtigen Patienten ist die Gewichtskontrolle deshalb ein wichtiger Bestandteil der Behandlung des Typ-2-Diabetes. Zur Gewichtsreduktion benötigt ein Patient mit Typ-2-Diabetes regelmäßige Bewegung, so dass die Insulinsensitivität erhöht und die Zuckerwerte gesenkt werden. Mit Ausdauer- und Krafttraining könnte dies erreicht werden.

Die medikamentöse Therapie hat bei Diabetes oberste Priorität. Tatsächlich setzen die meisten Ärzte auf eine medikamentöse Therapie zu Beginn der Behandlung, indem sie häufig eine Reihe an Medikamenten verordnen. In einigen Fällen kann es nur ein Medikament sein, während es sich in anderen Fällen um eine Kombination aus mehreren Medikamenten handelt. Die am häufigsten eingesetzten Medikamente zur Behandlung des Typ-2-Diabetes sind Metformin und Sulfonylharnstoff. Diese Medikamente senken den Glukosespiegel in der Leber.

Die Insulin-Therapie zielt auf die strikte Abgabe von Insulin in den Blutkreislauf ab. Es muss so verabreicht werden, dass es der von der Bauchspeicheldrüse abgegebenen Menge entspricht. Da es kompliziert ist, diesen Prozess zu imitieren, wird meistens auch eine diabetische Diät angestrebt. Insulin kann mit einer Spritze, einem Pen, einer Insulinpumpe oder sogar einer Insulin-Inhalation verabreicht werden.

Diese Eingriffe zählen unter Umständen auch zur Diabetes-Behandlung, wobei eine deutliche Gewichtsreduktion angestrebt wird. Die konventionelle Behandlung von Diabetes hat immer irgendwelche Nebenwirkungen. Einige davon können wiederum das Risiko für die Entstehung anderer Krankheiten erhöhen. In einigen Fällen, wie beim Konsum von Drogen, kann der Körper nach einiger Zeit resistent gegen das Medikament werden. Erkrankungen, die mit diesen Behandlungsmethoden verbunden sind, sind zum Beispiel Blasenkrebs und Hypoglykämie.

Häufige Komplikationen bei Diabetes

Wenn Diabetes nicht rechtzeitig erkannt wird, kann dies zu Komplikationen führen, die sowohl kurzfristiger als auch langfristiger Natur sind. Eine Hypoglykämie ist ein gutes Beispiel für eine kurzfristige Komplikation, die sich bei einem Mangel an Blutzucker im Körper entwickelt. Ernste Komplikationen können auftreten, wenn die Krankheit bereits weiter fortgeschritten ist. Einige der bekannten Folgeerscheinungen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie Nerven- und Nierenschäden.


Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Extremfällen schwierig zu bewältigen und sind die Haupttodesursache bei Diabetikern. Diabetiker können Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Brustschmerzen, Schlaganfälle, Herzinfarkte oder sogar Schäden an den Arterien entwickeln. Die häufigste Todesursache ist in diesem Fall ein Herzinfarkt.

Wenn das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin für den Stoffwechsel nicht ausreicht, oder wenn im ganzen Körper kein Insulin vorhanden ist, greift der überschüssige Zucker die Wände der Kapillaren an. Infolgedessen können die Nerven nicht mehr optimal ernährt werden, was zu deren Beschädigung führt. Die Stellen, an denen man am häufigsten Schmerzen verspürt, ist der Fuß, da die Nerven hier nicht genährt werden.

Nierenschäden werden auch als Nephropathie bezeichnet. Zu viel Zucker im Blut schädigt die Glomeruli, so dass es zu Nierenversagen, oder in einigen Fällen zu Nierenerkrankungen, kommen kann. Manchmal können diese Schäden nicht behandelt oder rückgängig gemacht werden. Es kommt deshalb unter Umständen zu extremen Schäden an den Nieren.

Abgesehen von den oben erwähnten Komplikationen kommt es im Zusammenhang mit Diabetes manchmal zu Hörstörungen, Hauterkrankungen, Angstzuständen und Depressionen.

Anwendung von CBD

Natürliche Cannabinoide könnten der Behandlung und Kontrolle von Diabetes dienen. Diese Behandlung beinhaltet die Verwendung von Extrakten aus der Cannabispflanze, welche im Verdacht stehen, eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel und die Produktion von Insulin zu haben. Die Pankreas-Cannabinoid-Rezeptor-Zellen sorgen für eine normale Regulation von Glukose1.

CBD zur Unterstützung bei Typ-1-Diabetes

Studien zufolge kann CBD den Ausbruch von Diabetes verzögern. Es kann auch verwendet werden, um die Symptome der Krankheit signifikant zu reduzieren. Dies liegt an der Anti-Autoimmun-Wirkung von CBD2. Typ-1-Diabetes wird durch körpereigene Antikörper verursacht, die Insulin produzierende Beta-Zellen angreifen. CBD kann verhindern, dass diese Zellen zerstört werden, so dass ein normaler Stoffwechsel im Körper aufrechterhalten wird. Somit wird die Glukosetoleranz verbessert und die Entzündung der Bauchspeicheldrüse gelindert, so eine 2006 im Fachmagazin Autoimmunity veröffentliche Studie.

CBD zur Unterstützung bei Typ-2-Diabetes

Das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin reicht nicht für den Stoffwechsel aus. Die Rezeptorzelle in den Zellen des Organs verstärkt die Aktivierung von CB1, was wiederum die Insulinproduktion anregt. Chronische Entzündungen gelten als eine der Hauptursachen für die Entstehung einer Insulinresistenz und somit des Typ-2-Diabetes. Die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD3 können somit förderlich für die Regulierung des Blutzuckers und die Verbesserung der Insulinresistenz sein4.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass mit CBD, als Antagonist von CB1-Rezeptoren, metabolische Störungen wie Typ-2-Diabetes behandelt werden können. Somit könnte CBD Öl die Metabolisierungsrate erhöhen und der durch Diabetes verursachten Fettleibigkeit entgegen wirken5.

CBD Dosierung bei Diabetes

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die bei der Suche nach der perfekten Dosierung von CBD für Sie berücksichtigt werden müssen. Einige davon sind:

  • Ihr Gesundheitszustand oder Ihre Beschwerden
  • Wie ausgeprägt Ihre Beschwerden sind
  • Stoffwechsel
  • Wie Sie auf CBD reagieren
  • Körpergewicht
  • Empfindlichkeit gegenüber Cannabis
  • Ihre persönliche Körperchemie (einschließlich aller anderen Medikamente, die Sie einnehmen)

Basierend auf dem Leitfaden im Buch empfehlen wir die Step-Up Methode, bei der Sie die Dosis schrittweise erhöhen, bis die gewünschten Ergebnisse erreicht sind. Der im Buch verwendete Begriff ist „Titration“. Dies ist ein Begriff aus der Chemie, wobei die Dosis schrittweise erhöht wird, um eine langsame Anpassung zu ermöglichen. Mit dieser Methode passen Sie die Menge des Öls an Ihre individuellen Bedürfnisse an. Jeder Mensch ist anders und jeder reagiert somit unterschiedlich auf CBD.

Step-Up Methode

  1. Leinow & Birnbaum empfehlen in ihrem Buch „CBD: A patient’s guide to Medical Cannabis“ bei Diabetes  Standarddosierungen
  2. Wenn Sie sich für eine der Dosierungstabellen (siehe unten) entschieden haben, suchen Sie in der linken Spalte nach Ihrem Körpergewicht. Liegt es zwischen den dargestellten Angaben, orientieren Sie sich am näheren Wert.
  3. Starten Sie bei der niedrigsten Tagesdosierung unter Woche 1. Dies ist Ihre Startdosierung. Behalten Sie diese für eine Woche bei.
  4. Hören Sie auf Ihren Körper und machen Sie eventuell Notizen. Bei Bedarf können Sie anschließend die Dosis auf den nächsten Step (Woche 2) erhöhen, eine Woche  beibehalten und so weiter. Die Tropfen müssen nicht auf einmal eingenommen werden. Es empfiehlt sich bei größeren Mengen, die Tropfen auf morgens, mittags und abends aufzuteilen.
  5. Sollten Sie negative Auswirkungen bemerken, reduzieren Sie die Dosis. Es geht nicht darum, die Dosis stetig zu erhöhen, sondern die ideale Dosis zu finden. Durch den Zwei-Phasen Effekt ist sowohl eine  zu niedrige, als auch eine zu hohe Dosis weniger wirksam.
  6. Wenn Sie eine Dosis gefunden haben, mit der Sie sich wohlfühlen, behalten Sie diese bei. Dies ist fortan Ihre Zieldosierung.
Tabelle Standarddosierung: Anzahl Tropfen x CBD Öl Konzentration

Forschung zu CBD und Diabetes

Es gab bereits einige Studien bezüglich der Wirksamkeit von CBD bei der Behandlung von Diabetes. Die meisten Untersuchungen zeigen, dass CBD nützlich für die Prävention, die Steuerung und die Behandlung von Diabetes sein könnte6.

Die Studien wurden mit zwei Gruppen von Diabetikern durchgeführt. Eine davon wurde mit Medikamenten behandelt, während die anderen keine Medikamente einnahmen. Ärzte und Forscher bestätigten, dass der menschliche Körper CBD-Rezeptoren in fast jedem Teil des Körpers und vor allem auch in der Bauchspeicheldrüse hat.Studien legen auch nahe, dass die CB1-Rezeptoren eine enge Verbindung zur Produktion von Insulin hat5. Diese Präparate haben viele therapeutische Vorteile und könnten bei der Stabilisierung des Blutzuckerspiegels unterstützend wirken.

Untersuchungen sind außerdem zu dem Ergebnis gekommen, dass CBD Öl nicht nur eine Steigerung der Insulinproduktion bewirkt, sondern auch bei Patienten eingesetzt werden könnte, die bereits Diabetes entwickelt haben. CBD könnte auch die Stoffwechselrate erhöhen und sicherstellen, dass Kalorien ausreichend verbrannt werden. Typ-2-Diabetes in seiner schweren Ausprägung kann nach einiger Zeit auch zu starken Schmerzen führen. Verschiedene Forschungsergebnisse legen nahe, dass CBD therapeutische Vorteile bei Schmerztherapien habe7.

CBD Öl bei Diabetes: Fazit

Diabetes ist eine der häufigsten Krankheiten in der heutigen Zeit. Die Mehrheit der Menschen bemerkt die Krankheit erst im Spätstadium, und dann sind die Auswirkungen sehr weitreichend. Laut Forschungsergebnissen könnte CBD nicht nur den Ausbruch der Krankheit verhindern, sondern auch bei der Behandlung unterstützend wirken. Auch wenn noch mehr Forschung zur Verwendung von CBD betrieben werden muss, gibt es schon wie oben genannt zahlreiche Hinweise darauf, dass es mehr therapeutische Vorteile habe als einige klassischen Behandlungsmethoden, und das mit deutlich wenigeren Nebenwirkungen.

Einzelnachweise

  1. Weiss, Lola, et al. „Treating or preventing diabetes with cannabidiol.“ U.S. Patent No. 8,071,641. 6 Dec. 2011. []
  2. Booz, George W. „Cannabidiol as an emergent therapeutic strategy for lessening the impact of inflammation on oxidative stress.“ Free Radical Biology and Medicine 51.5 (2011): 1054-1061. []
  3. Nagarkatti, Prakash, et al. „Cannabinoids as novel anti-inflammatory drugs.“ Future medicinal chemistry 1.7 (2009): 1333-1349. []
  4. Di Marzo, Vincenzo, Fabiana Piscitelli, and Raphael Mechoulam. „Cannabinoids and endocannabinoids in metabolic disorders with focus on diabetes.“ Diabetes-Perspectives in Drug Therapy. Springer, Berlin, Heidelberg, 2011. 75-104. []
  5. Grotenhermen, Franjo, Markus Berger, and Kathrin Gebhardt. Cannabidiol (CBD): Ein cannbishaltiges Compendium. Nachtschatten Verlag, 2015. [] []
  6. Weiss, L., et al. „Cannabidiol lowers incidence of diabetes in non-obese diabetic mice.“ Autoimmunity 39.2 (2006): 143-151 []
  7. Weiss, Lola, et al. „Cannabidiol arrests onset of autoimmune diabetes in NOD mice.“ Neuropharmacology 54.1 (2008): 244-249. []
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Dannie Hansen

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