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CBD ist eine Abkürzung für Cannabidiol, einen Bestandteil von Cannabis (Hanf), dem die berauschende machende Wirkung anderer Cannabisverbindungen wie Tetrahydrocannabinol (THC) fehlt. Auch in Deutschland erfreuen sich CBD-Produkte immer größerer Beliebtheit, insbesondere bei Leuten, die ihren Stresslevel senken möchten „CBD-Öl: Das machen jetzt alle“ in „ZEIT Online“

Seit einigen Jahren ist nun CBD auch Gegenstand der Forschung und  Anhand von Tiermodellen, als auch am Menschen wird untersucht,  wie CBD bei Depressionen und Angststörungen unterstützend wirken könnte123.

Was sind Depressionen?

Depression ist eine schwere und häufige psychische Erkrankung, die sich negativ auf die Gefühle, das Denken und das Handeln auswirkt. Es kann eine prädisponierte Erkrankung sein oder das Ergebnis eines Traumas. Unabhängig von den Ursachen, sind die Symptome im Grunde die gleichen, einschließlich dem Verlust von Freude oder dem Interesse an Aktivitäten. Hinzu kommen häufig Veränderungen des Appetits, ein Verlust von Energie, Schlafstörungen, das Gefühl der Wertlosigkeit, Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen oder zu denken und mangelnde Konzentration. Glücklicherweise sind Depressionen in der Regel reversibel.

Die meisten Wissenschaftler sind sich einig, dass Depressionen durch die Verringerung von Neurotransmittern, wie Dopamin und Serotonin, in unserem Gehirn  verursacht werden. Dieses Ungleichgewicht wirkt sich auf viele normalen Aktivitäten aus.

Was passiert im Gehirn bei CBD-Konsum?

Eine 2011 im British Journal of Pharmacology veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass der aktive Wirkstoff CBD auf die Übertragung von Serotonin-Rezeptoren in unserem Gehirn, einschließlich der 5-HT1A-Rezeptoren abzielen4. Die Verringerung der Absorption von Serotonin kann demnach zur Regulation im Zentralnervensystems beitragen. Weitere Studien sind jedoch notwendig.

Darüber hinaus schließt eine klinische Studie aus demselben Jahr5, dass CBD das Wachstum des Hippocampus stimulieren und damit die Bildung neuer Neuronen auslösen kann.

Was sind die möglichen Vorteile der Verwendung von CBD?



Eine wissenschaftliche Studie von 20156 über Behandlungsmöglichkeiten von Angstörungen vermutet, dass CBD Öl den Serotoninspiegel unseres Körpers beeinflusst. Bei Depressionen könnten die natürlichen Chemikalien im Gehirn durch Umwelteinflüsse oder physikalische Faktoren reduziert werden, die letztendlich die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Sobald der Serotoninspiegel erhöht ist, kann auch die Anzahl der Chemikalien zur Linderung von Depressionen und Angstzuständen erhöht werden.

Schlaflosigkeit ist ein häufiges Symptom bei Depressionen. Einige Forschungen deuten darauf hin, dass CBD auch Einfluss auf die Schlafqualität hat. Mehr dazu in unserem Artikel CBD bei Schlafstörungen.

Ein wirksamer Weg, um die Symptome von Depressionen zu lindern, ist die Reduzierung neurologischer Entzündungen. Durch die Anwendung von CBD Öl zur Bekämpfung von Entzündungen7 könnte laut Untersuchungen der Verlust von Dopamin gestoppt und damit das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt werden. 


Was sind die Nebenwirkungen von CBD?

Während CBD laut Weltgesundheitsorganisation als allgemein sicher gilt, können bei manchen Menschen Nebenwirkungen auftreten8. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Durchfall, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit und ein trockener Mund. Die Symptome treten jedoch eher selten auf und sind oft weniger schwerwiegend, als bei einigen herkömmlichen Medikamenten zur Behandlung von Depressionen.

Faktoren für empfohlene Dosierung:

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die bei der Suche nach der perfekten Dosierung von CBD für Sie berücksichtigt werden müssen. Einige davon sind:

  • Ihr Gesundheitszustand oder Ihre Beschwerden
  • Wie ausgeprägt Ihre Beschwerden sind
  • Stoffwechsel
  • Wie Sie auf CBD reagieren
  • Körpergewicht
  • Empfindlichkeit gegenüber Cannabis
  • Ihre persönliche Körperchemie (einschließlich aller anderen Medikamente, die Sie einnehmen)

Wie viel CBD sollten Sie nehmen?

Basierend auf dem Leitfaden im Buch empfehlen wir die Step-Up Methode, bei der Sie die Dosis schrittweise erhöhen, bis die gewünschten Ergebnisse erreicht sind. Der im Buch verwendete Begriff ist „Titration“. Dies ist ein Begriff aus der Chemie, wobei die Dosis schrittweise erhöht wird, um eine langsame Anpassung zu ermöglichen. Mit dieser Methode passen Sie die Menge des Öls an Ihre individuellen Bedürfnisse an. Jeder Mensch ist anders und jeder reagiert somit unterschiedlich auf CBD.

Step-Up Methode:

  1. Leinow & Birnbaum empfehlen in ihrem Buch „CBD: A patient’s guide to Medical Cannabis“ bei Depressionen Mikrodosierung, bis Standarddosierung
  2. Wenn Sie sich für eine der Dosierungstabellen (siehe unten) entschieden haben, suchen Sie in der linken Spalte nach Ihrem Körpergewicht. Liegt es zwischen den dargestellten Angaben, orientieren Sie sich am näheren Wert.
  3. Starten Sie bei der niedrigsten Tagesdosierung unter Step 1. Dies ist Ihre Startdosierung. Behalten Sie diese für eine Woche bei.
  4. Hören Sie auf Ihren Körper und machen Sie eventuell Notizen. Bei Bedarf können Sie anschließend die Dosis auf den nächsten Step erhöhen, eine Woche beibehalten und so weiter. Die Tropfen müssen nicht auf einmal eingenommen werden. Es empfiehlt sich bei größeren Mengen, die Tropfen auf morgens, mittags und abends aufzuteilen.
  5. Sollten Sie negative Auswirkungen bemerken, reduzieren Sie die Dosis. Es geht nicht darum, die Dosis stetig zu erhöhen, sondern die ideale Dosis zu finden. Durch den Zwei-Phasen Effekt ist sowohl eine zu niedrige, als auch eine zu hohe Dosis weniger wirksam.
  6. Wenn Sie eine Dosis gefunden haben, mit der Sie sich wohlfühlen, behalten Sie diese bei. Dies ist fortan Ihre Zieldosierung.
Tabelle Mikrodosierung: Anzahl Tropfen x CBD Öl Konzentration
Tabelle Standarddosierung: Anzahl Tropfen x CBD Öl Konzentration

Wie könnte ich CBD einnehmen, wenn ich unter Depressionen leide?

Da Depressionen oft die Essgewohnheiten beeinflussen, könnten Sie in Erwägung ziehen, CBD-Öl unter Ihre Lebensmittel zu mischen. Die gebräuchlichste Methode ist jedoch, CBD unter die Zunge zu träufeln und eine Minute lang im Mund zu behalten. Die optimale Dosierung könnte ein entscheidender Faktor sein und muss individuell eingestellt werden.

Was sagen Studien über die Verwendung von CBD bei Depressionen?

Laboruntersuchung

Eine Studie, die 2015 in Spanien durchgeführt wurde, untersuchte im Modell an Mäusen die antidepressiven Effekte von CBD, sowie dessen Einfluss auf bestimmte Neurotransmitter9. Die Ergebnisse demonstrieren einen sehr schnell eintretenden antidepressiven Effekt. Serotonin und Glutamat Levels wurden abhängig von der Stimmung der Versuchsobjekte erhöht. Die Forscher schlagen vor, die Möglichkeiten für CBD als Antidepressivum näher zu betrachten.

Klinische Studien

Der angensehene Forscher, Dr. Samir Haj-Dahmane, leitender Neurowissenschafter an der University des Buffalo’s Research Institute on Addiction, schreibt, dass Cannabis und seine Komponenten helfen, Depressionen zu lindern und Stimmungen, insbesondere induziert durch chronischen Stress, zu stabilisieren, indem es paralimbische und limbische Bereiche im Gehirn des Patienten aktiviert.

Erfahrungsberichte von CBD-Nutzern mit Depressionen

Einige Nutzer der CBD-Produkte von Nordic Oil haben Ihre Erfahrungen auf der Bewertungsplattform Trustpilot veröffentlicht:


Ich müsste es noch 2 Wochen… ⭐⭐⭐⭐⭐

„Ich müsste es noch 2 Wochen länger einnehmen und dann nochmal bewerten. Es wirkt auf jeden Fall sehr entspannend,da ich ein nervöser Typ bin. Versuche damit meine Wechseljahresdepression besser in den Griff zu bekommen. Vielleicht muss ich die Dosis nochmal erhöhen. Also abwarten. Freundliche Grüße und euer Service ist Super!!! U. Schlömer“

Ich kämpfe seit 10 Jahren… ⭐⭐⭐⭐⭐

„Ich kämpfe seit 10 Jahren mit schweren Panikattacken, die mein Leben (falls man es noch so nennen konnte) sehr beeinträchtigt haben, lange Rede, kuzer Sinn…seit einem Monat nehme ich CBD, es hat seine Zeit gedauert, bis ich gelernt habe, wie ich es dosieren muss, und das muss jeder für sich feststellen, aber ich muss sagen, dass ich mich nach 10 Jahren wieder gut fühle. Ich habe keine anderen Produkte getestet, aber das von Nordic Oil hat bei mir seinen Zweck erfüllt.“

Trustpilot-Bewertung von C. Chriss


Erfahrungsaustausch auf Facebook

In der Facebook-Gruppe „CBD und CBD-Öl – Beratung und Erfahrung“ werden regelmäßig Erfahrungen ausgetauscht. Wenn Sie auch daran interessiert sind, klicken Sie hier und treten Sie der Gruppe bei.

Einzelnachweise

  1. Grotenhermen, Franjo. „Pharmacokinetics and pharmacodynamics of cannabinoids.“ Clinical pharmacokinetics42.4 (2003): 327-360. []
  2. R de Mello Schier, Alexandre, et al. „Antidepressant-like and anxiolytic-like effects of cannabidiol: a chemical compound of Cannabis sativa.“ CNS & Neurological Disorders-Drug Targets (Formerly Current Drug Targets-CNS & Neurological Disorders)13.6 (2014): 953-960. []
  3. Réus, Gislaine Z., et al. „Administration of cannabidiol and imipramine induces antidepressant-like effects in the forced swimming test and increases brain-derived neurotrophic factor levels in the rat amygdala.“ Acta neuropsychiatrica 23.5 (2011): 241-248. []
  4. Ledgerwood, C. J., et al. „Cannabidiol inhibits synaptic transmission in rat hippocampal cultures and slices via multiple receptor pathways.“ British journal of pharmacology 162.1 (2011): 286-294. []
  5. Esposito, Giuseppe, et al. „Cannabidiol reduces Aβ-induced neuroinflammation and promotes hippocampal neurogenesis through PPARγ involvement.“ PloS one 6.12 (2011): e28668. []
  6. Blessing, Esther M., et al. „Cannabidiol as a potential treatment for anxiety disorders.“ Neurotherapeutics 12.4 (2015): 825-836. []
  7. Nagarkatti, Prakash, et al. „Cannabinoids as novel anti-inflammatory drugs.“ Future medicinal chemistry 1.7 (2009): 1333-1349. []
  8. Iffland, Kerstin, and Franjo Grotenhermen. „An update on safety and side effects of cannabidiol: a review of clinical data and relevant animal studies.“ Cannabis and cannabinoid research2.1 (2017): 139-154. []
  9. Linge, R., Jiménez-Sánchez, L., Campa, L., Pilar-Cuéllar, F., Vidal, R., Pazos, A., … Díaz, Á. (2016). Cannabidiol induces rapid-acting antidepressant-like effects and enhances cortical 5-HT/glutamate neurotransmission: role of 5-HT1A receptors. Neuropharmacology, 103, 16–26. []
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Dannie Hansen

Comments

  1. AvatarGabriele Riedl

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich leide unter Depressionen und einer Angststörung. Mein Arzt hat deshalb einen Kostenantrag für Cannabisan die Krankenkasse gestellt.
    Meine Frage:“wie oft wird dieser zugestimmt?
    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriele Riedl

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