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Bei CBD handelt es sich um ein Cannabinoid, das keine psychotropen Effekte erzeugt. Es kommt auch nicht zu Schwindelgefühlen oder Euphorie, was man meistens mit dem Konsum von Cannabis in Verbindung bringt. Dafür hat es aber einen großen therapeutischen Nutzen. Außerdem ist es kaum toxisch und hat so gut wie keine Nebenwirkungen. Im schlimmsten Fall kann es zu einer leichten Schläfrigkeit kommen.

Es gibt einige wissenschaftliche Studien, die gezeigt haben, dass Cannabidiol viele gesundheitliche Vorteile haben könnte. Ein Bericht der WHO weist unter anderem auf die folgenden hin:

  • beruhigender Effekt
  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • starke Antioxidans
  • angstlösend
  • krampflösend
  • antidepressiv
  • antipsychotisch
  • neuroprotektiv

In der Präventivmedizin findet Cannabidiol zur Vorbeugung und Behandlung verschiedener Krankheiten und Störungen eingesetzt, unter anderem für die folgenden:

CBD und die Funktionen des Herz-Kreislaufsystems

Das Herz, die Lungen und die Blutgefäße gehören zum Herz-Kreislaufsystem. Das Herz-Kreislaufsystem ist verantwortlich für den Blutfluss im Körper. Dieser hängt von der Nährstoffzufuhr, Hormonen und dem Sauerstoffgehalt im Organismus ab. Aus diesem Grund sind Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems besonders schwerwiegend und verursachen weltweit die meisten Todesfälle. Zu den Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zählen Bluthochdruck, Herzinfarkt, rheumatische Herzerkrankungen, Schlaganfall und arterielle Krankheiten.

Eine Studie im British Journal of Clinical Pharmacology1hat gezeigt, dass Cannabidiol einen positiven Effektiv auf das Herz-Kreislaufsystem haben könnte. Dies ist der entspannenden Wirkung des CBD auf die Blutgefäße zu verdanken. Auf diese Weise könnte CBD zum Beispiel vor Schäden an den Blutgefäßen durch hohe Glukosewerte schützen

CBD bei der Vorbeugung von Schlaganfällen

Zu einem Schlaganfall kann es kommen, wenn die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrochen ist. Je größer der Blutmangel ist, desto größer ist der Schaden am Gehirn, da es nicht mit ausreichend Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Im schlimmsten Fall kann dies zu schweren Hirnschäden oder sogar zum Tod führen.

Cannabidiol könnte einem Schlaganfall aufgrund seiner antioxidativen, entzündungshemmenden und neuroprotektiven Eigenschaften vorbeugen.

Lesen Sie hier mehr: Die antioxidativen Eigenschaften von CBD

CBD bei der Vorbeugung einer Herzmuskelentzündung

Bei der Myokarditis handelt es sich um eine Entzündung des Herzmuskel-Gewebes. Begünstigt wird die Herzmuskelentzündung durch Krankheiten, die durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht werden, aber auch durch Autoimmun-Erkrankungen. In den meisten Fällen erleiden die Betroffenen nicht sofort einen Schaden. Die Entzündung kann jedoch so schwerwiegend sein, dass es zu einer langfristigen Schädigung des Herzens kommt.

Cannabidiol könnte aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften eine autoimmune Herzmuskelentzündung lindern. Gemäß einer im Molecular Medicine veröffentlichten Studie2 könnte die Anwendung von CBD eine Herzmuskelentzündung lindern. Darüber hinaus könnte es Funktionsstörungen des Herzens und Herzversagen entgegen wirken, da es über entzündungshemmende und antifibrotische Eigenschaften verfügt.

CBD bei der Vorbeugung von Ischämie und Herzrhythmusstörungen

Eine Ischämie entsteht, wenn das Herz nicht mit ausreichend Blut versorgt wird. Dies kann Herzrhythmusstörungen aller Art begünstigen: Bradykardie (verlangsamter Herzschlag), Tachykardie (beschleunigter Herzschlag) und Herzflimmern (unregelmäßiger Herzschlag). Der Sauerstoff- und Nährstoffmangel im Herz kann auch in einem Herzinfarkt enden.

Studien haben gezeigt3, dass Cannabidiol dem Auftreten von Herzrhythmusstörungen vorbeugen und das Risiko eines Herzinfarkts reduzieren könnte.

CBD und Stress

Obwohl es sich bei Stress nicht um eine Krankheit handelt, kann seine Auswirkung auf den menschlichen Körper verschiedene Beschwerden verursachen. Man nimmt an, dass langfristig anhaltender Stress die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen kann, da er den Blutdruck beeinflusst. Cannabidiol hat eine angstlösende Wirkung, welche Stress reduzieren kann. Somit könnte es sehr hilfreich zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen, die mit Stress in Verbindung stehen, sein.

CBD bei Bluthochdruck

Langfristig bestehender Bluthochdruck verursacht Herz-Kreislauferkrankungen. Die positiven Effekte von Cannabidiol auf das Herz-Kreislaufsystem könnten die Blutzirkulation fördern. Darüber hinaus könnte die Verkalkung von Blutgefäßen verhindert werden, indem Bluthochdruck und die damit assoziierten Risiken reduziert werden.

Deshalb wird Cannabidiol in der Präventivmedizin zur Vorbeugung und Behandlung von verschiedenen Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt. Zusätzlich hat Cannabidiol entzündungshemmende Eigenschaften, wirkt gegen Stress und könnte Ängste lösen. Das alles könnte der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen. Außerdem könnte es Heilungsprozesse fördern und mögliche Schäden im Fall von Herz-Kreislauferkrankungen verhindern.

CBD bei der Vorbeugung von Rheuma und Arthritis

Cannabinoide könnten Muskel- und Gelenkschmerzen reduzieren, ähnlich wie Medikamente, jedoch mit weniger Nebenwirkungen.

Cannabinoide könnten eine entscheidende Rolle bei der Prävention von Osteoporose spielen, vor Schäden des Knochenmarks schützen, Knochenschwund verhindern, Knochenwachstum fördern und den Heilungsprozess von Knochenbrüchen beschleunigen.

Lesen Sie weiter: CBD bei rheumatoider Arthritis

CBD bei der Vorbeugung von neurodegenerativen Störungen

Bei Cannabidiol handelt es sich um eine sehr starke Antioxidans mit neuroprotektiven Eigenschaften. Klinische Studien weisen darauf hin⁴, dass Cannabidiol sehr effektiv bei neurologischen, oxidativen Störungen sein könnte, wie zum Beispiel Ischämie. Außerdem könnte es neuronale Entzündungen reduzieren. Die Anwendung von Cannabidiol könnte die Symptome von Alzheimer, Demenz und anderen neurodegenerativen Störungen lindern. Es hat sich gezeigt, dass die Anwendung von Cannabidiol bei Patienten die Wahrnehmung und die mentale Gesundheit generell verbessern könnte.

Verschiedene klinische Studien4 weisen auf die Vorteile der Anwendung von Cannabidiol bei der Parkinson-Krankheit hin. Darüber hinaus zeigten sich auch positive Effekte bei Alzheimer5, der Huntington-Krankheit, Multipler Sklerose, Amyotropher Lateralsklerose und zerebraler Ischämie.

Cannabinoide haben antioxidative und neuroprotektive Eigenschaften, so dass sie sehr nützlich für die Vorbeugung und die Behandlung von vielen Krankheiten sein könnten, die mit Oxidation in Zusammenhang stehen. Dazu zählen unter anderem Ischämie sowie autoimmune und entzündliche Krankheiten, die im fortgeschrittenen Alter entstehen. Außerdem könnten Cannabinoide neurologische Schäden nach einer ischämischen Attacke reduzieren.

Schlussfolgerung

Diese Liste von Krankheiten ist nicht vollständig, da sie ständig überarbeitet wird. Neue klinische Studien und der wissenschaftliche Fortschritt zeigen weitere Krankheiten auf, bei denen Cannabidiol unterstützend wirken könnte. Es ist bekannt, dass Cannabidiol aktuell untersucht wird, zum Beispiel um es bei Adipositas und degenerativen Bandscheibenkrankheiten anwenden zu können. Jeden Tag werden neue Eigenschaften und Vorteile von CBD entdeckt, weshalb wir Sie immer auf dem Laufenden halten werden.

Einzelnachweise

  1. Christopher P. Stanley, William H. Hind & Saoirse E. O’Sullivan. „Is the cardiovascular system a therapeutic target for cannabidiol?“ British Journal of Clinical Pharmacology (2012) []
  2. Wen-Shin Lee, Katalin Erdelyi, Csaba Matyas, Partha Mukhopadhyay, Zoltan V Varga, Lucas Liaudet, György Hask’, Daniela ’iháková, Raphael Mechoulam und Pal Pacher. „Cannabidiol Limits T Cell–Mediated Chronic Autoimmune Myocarditis: Implications to Autoimmune Disorders and Organ Transplantation“ BioMed Central Molecular Medicine (2016) []
  3. Sarah K Walsh, Claire Y Hepburn, Kathleen A Kane und Cherry L Wainwright. „Acute administration of cannabidiol in vivo suppresses ischaemia-induced cardiac arrhythmias and reduces infarct size when given at reperfusion“ British Journal of Pharmacology (2010) []
  4. Teresa Iuvone, Giuseppe Esposito, Daniele De Filippis, Caterina Scuderi und Luca Steardo. „Cannabidiol: A Promising Drug for Neurodegenerative Disorders?“ CNS Neuroscience & Therapeutics (2009) []
  5. Benzi Kluger, M.D., M.S., Piera Triolo, Wallace Jones und Joseph Jankovic, M.D. „The Therapeutic Potential of Cannabinoids for Movement Disorders“ HHS Public Access Mov Disord. (2015) []
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Dannie Hansen