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Nach Schätzungen der WHO leiden 235 Millionen Menschen an Asthma, der häufigsten chronischen Erkrankung bei Kindern. Das ist noch nicht alles, denn dieser Prozentsatz steigt mit der Zeit rapide an. Obwohl Asthma nicht als schwere Krankheit eingestuft wird, könnte es Ihre Welt leicht auf den Kopf stellen.

Was ist Asthma?

Asthma ist eine chronische Erkrankung, welche die Atemwege eines Menschen beeinträchtigt und das Atmen stark erschwert. Diese Erkrankung führt zu Entzündungen der Atemwege, die eine vorübergehende Kontraktion nach sich ziehen. Diese Kontraktion verursacht die Atembeschwerden. Asthma hat sich zu einer sehr ernsten Krankheit entwickelt. Jedes Jahr landen fast zwei Millionen Betroffene im Krankenhaus.

Warum könnte CBD bei Asthma wirken?

Wie zuvor erwähnt, ist Asthma eine chronische Entzündungserkrankung, welche die Atemwege betrifft. Einige von Ihnen wissen vielleicht nicht, dass CBD ein stark entzündungshemmender Effekt zugesprochen wird.1 Der Hauptgrund, warum CBD ein gutes Mittel zur Behandlung von Asthma sein kann, ist die Tatsache, dass es sehr effektiv bei der Bekämpfung von vermehrten Entzündungsreaktionen sein kann.2

Was sind die Vorteile von CBD bei Asthma?

Allgemein geht die Anwendung von CBD bei Asthma mit einer Reihe positiver Effekte einher. Zu den größten Vorteilen dieser Behandlung gehören die folgenden:

Minderung der Muskelspastik

CBD kann eine wichtige Rolle bei der Linderung der Muskelspastik spielen. Bronchospasmen (Bronchialkrämpfe) sind plötzliche Kontraktionen der Lungenmuskulatur. Diese Verengung der Atemwege führt zu Atembeschwerden, wobei die Reaktion, je nach Proband, leicht bis sehr stark ausfallen kann. CBD wurde als potentieller Bronchodilatator identifiziert.3 Ein solcher verringert den Spannungszustand der Bronchialmuskulatur, wodurch CBD Muskelspastiken reduziere oder gar verhindern könnte.

Die Forschung hat gezeigt, dass im bronchialen Gewebe CB1- und CB2-Rezeptoren zu finden sind und diese dem Schutz der Lunge dienen. Die Aktivierung des CB1-Rezeptors führt zu einem Bronchodilatator-Effekt, indem er auf die glatte Muskulatur der Atemwege einwirkt.4 Ein großer Vorteil der Verwendung von CBD zur Behandlung von Asthma ist die Tatsache, dass die Anwendung als sicher gilt. Nutzer erfahren keine oder nur minimale Nebenwirkungen nach der Anwendung von CBD zur Behandlung dieser Krankheit.5

Humanstudien, insbesondere zweifach randomisierte, placebokontrollierte Interventionsstudien, sind derzeit leider noch rar, jedoch ist sich die Forschung des Potentials von CBD bewusst und betreibt aktuell zahlreiche klinische Untersuchungen. Einige in vitro und in vivo Studien weisen darauf hin, dass eine schnelle Umstellung auf Humanstudien unbedenklich ist und sinnvoll erscheint, um die endgültige Schutzwirkung von CBD bezüglich Asthma zu belegen.6 Letztendlich könnte die Folge ein entspannter Körper und eine bessere Atmung sein. Sind Ihre Lungenmuskeln entspannt, dehnen sich die Atemwege, die das Herz mit Sauerstoff versorgen, aus und ermöglichen so eine leichtere Atmung.

CBD zur Schmerzlinderung

Auch wenn Schmerzen nicht zu den Hauptsymptomen bei Asthma gehören, klagen mehr als 70 Prozent der Betroffenen über Brustschmerzen. Für Menschen mit schweren Asthmaanfällen können diese Schmerzen sehr unangenehm werden und sogar unerträgliche Ausmaße annehmen. Da die Lunge allerdings nicht über Schmerzrezeptoren verfügt, enstehen die Schmerzen nicht dort, sondern ergeben sich aus den Schwierigkeiten beim Atmen.

Obwohl es noch keine Studie gibt, die sich speziell mit der Wirksamkeit von CBD bei der Beseitigung asthmabedingter Schmerzen befasst, liegt auf der Hand, dass der Schmerz von der Muskelspastik und dem Druck in den Lungen herrührt, wogegen CBD helfen könnte. Wird die Belastung der Muskeln verringert und ein reibungsloser Luftstrom ermöglicht, könnte dies allein schon dazu führen, dass der Schmerz gelindert wird. Für mehr Informationen bezüglich CBD und Schmerzen lesen Sie auch gerne unseren Beitrag zu chronischen Schmerzen.

Das Endocannabinoid-System & Asthma

Seit geraumer Zeit werden Untersuchungen zu den Auswirkungen bzw. Wirkungen verschiedener Arzneistoffe auf das Endocannabinoid-System durchgeführt. Diese Forschung hat im Laufe der Zeit viele Hürden genommen. Schließlich wurde festgestellt, dass dieses System eine sehr bedeutende Rolle beim Schutz vor bestimmten Krankheiten spielt.

CBD Dosierung bei Asthma

Jeder Mensch ist anders und jeder reagiert somit unterschiedlich auf CBD. Die empfohlene Dosierung variiert von Produkt zu Produkt, was zu Verwirrung führen kann. Die Dosierung unterscheidet sich auch je nach Prozentsatz des verwendeten CBD-Öls. Im Durchschnitt kann eine Dosis von 5-10 mg CBD pro Tag den meisten Menschen empfohlen werden. Die optimale Dosierung kann für positive Effekte sorgen, während die falsche Dosierung oftmals keine Verbesserung verspricht. Fangen Sie also mit einer niedrigen Dosis an und steigern Sie bei Bedarf die Dosierung, bis sich hoffentlich die Symptome bessern. Dies ist natürlich bei jedem Patienten anders und sollte überwacht werden. Für weitere Details zur Dosierung lesen Sie unseren Beitrag zur CBD-Dosierung. In der Regel empfehlen wir die Step Up Methode.

Step-Up Methode

Wir empfehlen die Step-Up Methode, um die ideale Dosierung herauszufinden. Für weitere Details zur Dosierung und alle nötigen Tabellen lesen Sie unseren Beitrag zur CBD-Dosierung:

  1. Entscheiden Sie sich zuerst für eine Mikro- oder Standarddosierung. Leinow & Birnbaum empfehlen in ihrem Buch „CBD: A patient’s guide to Medical Cannabis“ bei Asthma mit einer Mikrodosierung zu starten (siehe Tabelle). Vorsichtig kann die Dosierung auf eine Standarddosierung erhöht werden.
  2. Wenn Sie sich für eine der Dosierungstabellen entschieden haben, suchen Sie in der linken Spalte nach Ihrem Körpergewicht. Liegt es zwischen den dargestellten Angaben, orientieren Sie sich am näheren Wert.
  3. Starten Sie bei der niedrigsten Tagesdosierung unter Woche 1. Dies ist Ihre Startdosierung. Behalten Sie diese für ein bis zwei Wochen bei.
  4. Hören Sie auf Ihren Körper und machen Sie eventuell Notizen. Bei Bedarf können Sie anschließend die Dosis auf den nächsten Step (Woche 2) erhöhen, eine Woche beibehalten und so weiter. Die Tropfen müssen nicht auf einmal eingenommen werden. Es empfiehlt sich bei größeren Mengen, die Tropfen auf morgens, mittags und abends aufzuteilen.
  5. Sollten Sie negative Auswirkungen bemerken, reduzieren Sie die Dosis. Es geht nicht darum, die Dosis stetig zu erhöhen, sondern die ideale Dosis zu finden. Durch den Zwei-Phasen Effekt ist sowohl eine  zu niedrige, als auch eine zu hohe Dosis weniger wirksam.
  6. Wenn Sie eine Dosis gefunden haben, mit der Sie sich wohl fühlen, behalten Sie diese bei. Dies ist fortan Ihre Zieldosierung.

Zu den folgenden Grafiken:

Die Zahlen stehen für die Anzahl der Tropfen und die Konzentration vom CBD-Öl. Beispiel: 6 x 5 steht für sechs Tropfen vom 5% CBD Öl. CBD-Öl mit unterschiedlicher Konzentration kann substituiert werden (Beispiel: Vier Tropfen 15% CBD Öl entsprechen zwölf Tropfen 5% CBD Öl).

Tabelle Mikrodosierung: Anzahl Tropfen x CBD Öl Konzentration
Tabelle Standarddosierung: Anzahl Tropfen x CBD Öl Konzentration

Wie könnte ich mit CBD Asthma einnehmen?

CBD-Öl wird oft oral bzw sublingual eingenommen, indem man Tropfen unter die Zunge träufelt und sie dort ein bis zwei Minuten behält, bis der Wirkstoff größtenteils über die Mundschleimhaut absorbiert wurde. Es ist empfehlenswert, das Öl nicht sofort zu schlucken, sondern etwas zu warten, da die Aufnahme über den Magen länger dauert. Sie können CBD auch als Kapsel schlucken oder mit einem Getränk mischen.

Was sagt die Forschung über die Verwendung von CBD bei Asthma?

In den letzten Jahren wurden zahlreiche medizinische Studien zur Erforschung der Wirksamkeit von CBD in der asthmatischen Versorgung von verschiedenen Forschungseinrichtungen und Organisationen auf der ganzen Welt durchgeführt. Im Allgemeinen kamen die Studien zu dem Ergebnis, dass von einer CBD Anwendung bei Asthma mögliche Wirksamkeiten auftreten. Viele vermuten, dass CBD für Asthmatiker eine gute Behandlungsmethode sei.

Einzelnachweise

  1. Nagarkatti, Prakash, et al. „Cannabinoids as novel anti-inflammatory drugs.“ Future medicinal chemistry 1.7 (2009): 1333-1349.
  2. Nagarkatti, Prakash, et al. „Cannabinoids as novel anti-inflammatory drugs.“ Future medicinal chemistry 1.7 (2009): 1333-1349.
  3. Pini, Alessandro, et al. „The role of cannabinoids in inflammatory modulation of allergic respiratory disorders, inflammatory pain and ischemic stroke.“ Current drug targets 13.7 (2012): 984-993.
  4. Pini, Alessandro, et al. „The role of cannabinoids in inflammatory modulation of allergic respiratory disorders, inflammatory pain and ischemic stroke.“ Current drug targets 13.7 (2012): 984-993.
  5. Machado Bergamaschi, Mateus, et al. „Safety and side effects of cannabidiol, a Cannabis sativa constituent.“ Current drug safety 6.4 (2011): 237-249.
  6. Vuolo, Francieli, et al. „Evaluation of serum cytokines levels and the role of cannabidiol treatment in animal model of asthma.“ Mediators of Inflammation 2015 (2015).
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Dannie Hansen

Comments

  1. AvatarRichard Friedel

    Ich empfehle Mudras gegen Asthma. Bis jetzt man hat nicht nur das Leiden der Patienten sondern auch einen Missstand im Sport mit dem Missbrauch der Asthmamittel.
    Deshalb ist eine Beschäftigung mit den Mudras mit Druck an den Fingern zu empfehlen. Druck zum Beispiel am kleinen Finger vertieft die Atmung und schaltet Asthma aus. Siehe mit Google “Asthma + Mudra”

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